Unerwarteter Lesegenuss

Von: Regina_Petsch

Die Geschichte der Zwillinge Einhard und Gunnar von Arsberg brachte mich immer wieder mal zum Schmunzeln. Da die beiden einen älteren Bruder haben, steht ihnen nach dem Tode ihres Vaters nichts zu. Der Erstgeborene erbt alles und die Zwillinge müssen ihres eigenes Glückes Schmied werden. Ihre Wege trennen sich eines Tages.


Dabei ist der lebensfrohe Gunnar der Unverschämtere, dem die Frauenherzen nur so zufliegen. Er wird im Laufe der Geschichte ein Ritter des Kaisers Friedrich Barbarossa. An der Seite des Kaisers zieht es ihn nach Italien in den Krieg und erlebt dort die Konflikte zwischen dem Kaiser und dem Papst, auf dessen Seite die aufwieglerischen Lombarden stehen. Wie es so sein muss, verliebt sich Gunnar auch noch in eine Lombardin und ist zwischen seinen Gefühlen der Liebe zu ihr und seinem Hass zu den Lombarden hin- und hergerissen.

Einhard ist der ruhigere Zwilling und der, der mehr Vernunft an den Tag legt. Er begegnet eines Tages Heinrich dem Löwen, dem Vetter des Kaisers und mächtigsten Herzog des Reiches und wird zu seinem Getreuen. Heinrich der Löwe bekämpft im Norden des Reiches die Slawen und belehnt Einhard mit einem heruntergekommen Rittergut im Slawenland. Aber trotz Einhards Vernuft verliebt auch er sich in eine verheiratete Frau. Ihre Liebe ist umso gefährlicher, da sie nicht nur fern von Einhards Stand ist, sondern auch die Frau von Einhards erbittersten Feind ist. Das Buch ist erfrischend geschrieben, bringt einen immer wieder einmal zum Lachen und die Geschichte der Zwillinge bringt die Geschichte des Hochmittelalters anschaulich zurück.

Das Buch endet etwas unerwartet und im Nachwort wird erwähnt, dass es einen zweiten Teil geben soll. Den lege ich mir auch noch zu. Der Roman hat mir einige kurzweilige Lesestunden bereitet und ist mit 600 Seiten auch recht dick geraten. Ich würde mich freuen, den Roman als eBook zu bekommen. Vielleicht ist ja der zweite Teil eines.

Eine Lesempfehlung für mich alle Mal.

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